Die Aneignung der Antike und die überzeitliche Welt der Klassizität

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Wenn ich, eigner Mahnung, wie fleissig erinnernden Gönnern und Freunden ungehorsam, bisher zögerte, die dennoch nicht wohl für immer abzulehnende Lösung der schmerzlichen Aufgabe zu unternehmen, welche der Gegenstand der folgenden Blätter ausmacht, so möge mich, was die ersten Wochen nach dem Trauerfalle angeht, das niederdrückende Gefühl unermesslichen Verlustes, -- sechs Jahre lang beglückte der Hochverehrte mich als Arzt und später als Amtsgehülfen im täglichen freundlichen Umgange mit ausgezeichnetem Wohlwollen und Vertrauen! Ausserdem hatte ich sowohl der Weimarischen Zeitung, zum Nekrolog Goethe's, als auch dem Hrn. Müller, zu seinem empfehlungswerthen Werkchen: Goethe's letzte literarische Thätigkeit, Verhältniss zum Auslande und Scheiden. Jena, bei Frommannziemlich ausführliche und an beiden Orten benutzte Notizen über die letzte Krankheit Goethe's mitgetheilt. Nunmehr aber, da die, von dem zuvorkommenden Anerbieten eines Platzes in seinem weitverbreiteten Journale begleitete, gewichtige Aufforderung des hochverdienten Herrn Staatsraths Hufeland mit der Zeit ruhigerer Fassung bei mir zusammentrifft, säume ich nicht länger, dem vielseitig ausgesprochenen Verlangen, auf den Grund beinahe gleichzeitiger, sorgfältiger Niederschreibungen des von mir selbst während fast ununterbrochener Anwesenheit am Sterbebette Beobachteten und mit Benutzung glaubwürdiger Berichte anderer aufmerksamer Augenzeugen nach Kräften Genüge zu leisten. Stellten sich auch, wie einer unbefangenen Beobachtung nicht wohl entgehen mochte, Schwächen des Alters, besonders Steifheit der Gliedmassen, Mangel an Gedächtniss für die nächste Vergangenheit, zeitweise Unfähigkeit, das Gegebene in jedem Augenblicke mit Klarheit schnell zu übersehen und Schwerhörigkeit bei ihm immer merklicher ein, so genoss er doch -- und zumal im Vergleich mit andern Greisen seines Alters -- noch einer solchen Fülle von Geistes- und Körperkraft, dass man sich der frohen Hoffnung, er werde uns noch lange durch seine Gegenwart erfreuen, mit Zuversicht hingeben durfte. Da wurde ich am 16ten März zu ungewöhnlich früher Stunde, schon um 8 Uhr Morgens, zu Goethe beschieden.

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Angeschaltet Wilhelmine von Zenge [An Fräulein Louise v. Zenge Hochw. Verzeihe mir diesen letzten Ausbruch meiner Unzufriedenheit mit mir, antworte mir gar nicht auf diesen Brief, verbrenne ihn lieber ganz und lies dafür diesen recht oft mit, den ich froh und heiter und mit Innigkeit für Dich niederschreibe. Dein kleiner Bruder von den Kadetten, den ich noch nie sah und jetzt zu sehen mich sehr freute. Er wollte Carln besuchen, der aber durchgebraten zu Hause war. Aber sei der Liebe würdig und nie wird es Dir daran fehlen. Nicht als ein Geschenk fordre sie von mir, Du kannst sie Dir erwerben, Du kannst sie von mir erzwingen, und nur so wird sie Dich und mich glücklich machen; denn das Herz ist das einzige Eigentum, das wir uns lieber rauben lassen, als auf Bitten und Gesuche verschenken. Ich würde Dich dann nicht verlassen — denn meine Pflicht ist mir höher selbst als mein Glück; aber eben das würde mich ganz unglücklich machen. Daher kann ein Wechsler die Echtheit der Banknote, die sein Vermögen sichern soll, non ängstlicher untersuchen, als ich Deine Seele; und jeder schöne Zug, den ich an ihr entdecke, ist mir mehr, ja lieber selbst, als wenn ich ihn an mir selbst entdeckte.

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Fatigue lindern. Auf sanfte Weise fördern sie, ohne zu überfordern. Daher sind sie auch für Menschen mit stärkeren Einschränkungen geeignet. Das hilft, eigene Kraftquellen wenig entdecken und mit den Schwierigkeiten des Alltags besser zurecht zu kommen. Er beschreibt keine reine Entspannungsmethode, sondern eine die Spannung angleichende Vorgehensweise. Entwickelt und benannt wurde die Eutonie in den 50er Jahren von Gerade Alexander Bei der Eutonie nimmt der Übende seinen Körper im Kontakt zum Boden oder in langsamen und bewusssten Bewegungen wahr.

Dionysos I Der Partygott in der griechischen Mythologie

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