Uni-Dozent in der Tinder-Falle: Ein Fall entfacht einen Sexismus-Streit an Schweizer Unis

Online-Dating-Studentinnen ohne wirtschaftliches Basel

Wer Avancen selbst dort fürchte, wo er explizit dazu einlade, der lehne die Verantwortung für das eigene Verhalten ab. Und wer das tue, gehöre nicht unbedingt an eine Universität. Niggli kritisiert, dass die Studentin nur thematisiere, was der Mann, nicht aber, was die Frau getan hat. Was genau muss er ihr gegenüber schliessen, wenn sie ihm eröffnet, sie sei seine Studentin? Dass sie eine Agente provocatrice sei? Und sie beklagt sich auch nicht, wenn sie ihn erhält. Sie beklagt sich, wenn aus der Möglichkeit zum Geschlechtsverkehr eine unvorteilhafte Position entsteht. Eine Kollegin habe einen Vortrag gehalten und dabei ein grosszügig ausgeschnittenes Top getragen, von dem sich der Blick des Professors nicht zu lösen schien. Die meisten Kommentare der Jungs hätten sich darum gedreht, dass sie eher eine gute Note für ihren Ausschnitt bekomme als für die Qualität ihres Vortrags.

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Pfeil nach rechts Ohlala steckt das Geschäft mit dem eigenen Körper in ein niedliches Kostüm. Die Gründerin Pia Poppenreiter will ausdrücklich nicht, dass ihre App mit Sex in Verbindung gebracht wird. Und auch Olympia sagt über ihre Wayfare-Agentur: Wir sind kein Pizza-Lieferdienstbei dem man einfach sexuelle Leistungen bestellen kann. Das liege in der Hand der Frauen, sagt Olympia, ergebe sich aber häufig ganz natürlich. Aus dem knallharten Geschäft ist eine vage Andeutung geworden. Viele der Klienten, erzählt Olympia, finanzieren deshalb auch lieber vorher per Überweisung.

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